NEUE GESETZGEBUNG
Tattooreform
Schon seit langer Zeit kommt immer wieder das Thema über die neue Gesetzgebung
beim Tätowieren zur Sprache.
Diskussionen über das verwenden von Einmalfarbportionen, das Tragen von
Mundschutz, Haarnetz und Schutzbrille, die Umgestaltung der Räumlichkeiten
und sonstige kaum sinnvoll durchführbare Ansätze.
Kurios und kaum ernsthaft nach zu vollziehen sind die Ideen und deren Umsetzung.
Thema Einmalfarbportionen:
Die Grundlage für die Idee auf solche Kaffeesahnebecher zu zugreifen beruht
darauf, das wenn während des Tätowierprozesses Farbe nachgefüllt
werden muss, die Flaschenspitze der Konventionellen Tattoofarbe mit der bereits
Konterminierten Farbe in Verbindung kommen könnte.
Um dafür zu sorgen, das solch leicht zu vermeidendes geschieht wurden
schon die unglaublichsten Gerätschaften und Vorrichtungen erfunden.
Würde jeder Tätowierer über dieses Risiko in Kenntnis gesetzt
werden und dazu aufgefordert werden jeweils eine Neue Farbkappe zu verwenden
wäre das ganze Thema vom Tisch.
Na gut, natürlich kann man jetzt die Theorie aufstellen, das so manch
einer sich nicht daran halten wird, und es mit dieser Aufforderung nicht so
wichtig nimmt. Aber wer garantiert das jeder Studioinhaber tatsächlich
die Einmalfarbportionen Tatsächlich verwendet?
Es wäre ausreichend für eine evt. Kontrolle eine gewisse Menge an
diesen Töpfchen dazuhaben und weiterhin Konventionell aus der großen
Flasche zu Arbeiten.
Auch was die Kontrollen betrifft, wie soll bitte schön eine Genaue Einhaltung
der neuen Gesetze Kontrolliert werden?
Und überhaupt, aus welchem Grund auf einmal diese Große Aufregung?
Ist eine Große Infektionsrate durch Tattoos aufgetreten?
Sind eine enorm große zahl an Entzündungen zu Stande gekommen?
Bei Professioneller Durchführung und Sachgemäßer Pflege ist
so etwas auszuschließen.
Und genau hier ist der Ansatz!
Der Gesetzgeber gibt vor, dass das Tätowieren, ein noch nicht anerkannter
Beruf, durch jedermann ausgeführt werden kann. Die Gesetze treten also
in Kraft um auch bei unprofessioneller Durchführung Risiken zu vermeiden.
Wie Bitte? Nur weil hierzulande bzw. Europaweit jeder Stümper Tätowieren
darf, müssen die Professionellen Leiden?
Wäre es nicht sinnvoller dafür zu sorgen das Stümper, Pfuscher
und Kratzer das Handwerk gelegt wird?
Wie wäre folgender Vorschlag?
Um ein Tattoostudio zu betreiben, bzw. den Beruf eines Tätowierers auszuüben
ist eine Licens erforderlich. Diese Erhält man durch die Teilnahme an
einem Seminar, in dem Jegliche Hygiene Maßnahmen, Wundversorgung, Mikrobakteriologie
u.s.w. durchgenommen und gelehrt werden, mit anschließender Abschlussprüfung.
Dieses Seminar wird von Organisationen wie z.B. DOT mit Unterstützung
von Bode, S&M usw. durchgeführt.
Die Kosten hat der Teilnehmer zu tragen (billiger als das Geschäft umzubauen).
Diese Lizens muss im Regelmäßigen Abständen erneuert werden.
So ließen sich Fehler aus Unwissenheit vermeiden.
Auch die kosten für Tätowierer und Steuerzahler würden deutlich
geringer ausfallen.
Natürlich werden dann auch weiterhin Kratzer die Möglichkeit durch
den Erwerb einer solchen Lizens haben, Kritzeleien auf die Haut zu bannen,
aber dann wenigstens ohne auch noch die Gesundheit Ihres Opfers zu gefährden.